Kommunikation – wie geht das?

Emphatisch, entspannt und professionell soll es sein. Aber wie?

Wenn Sie sich mit sich selbst wohl fühlen, fällt es Ihnen wahrscheinlich leicht, auch anderen authentisch und emphatisch zu begegnen. Schwierig wird es, wenn Sie eben nicht mit sich im Reinen sind, wenn die berühmte Laus die Leber passiert hat und die Laune vermiest hat. Jetzt heißt es: zusammen reißen. Augen zu und durch. Kennen Sie diese Sätze von sich?

Einfacher wird es, Techniken anzuwenden, die uns in diesen Situationen bei zwei Dingen helfen: Erstens, trotz schlechter Grundstimmung weiterhin gut mit uns selbst umzugehen und zweitens anderen auch in schlechter Stimmung authentisch und doch emphatisch zu begegnen. Wie mache ich das, authentisch und doch emphatisch zu sein?

Meistens machen wir uns für Fehler erst einmal selbst fertig. Wir ärgern uns, dass uns „das passieren“ konnte und überlegen, wie es gewesen wäre, wenn es nicht passiert wäre. Die Abwärtsspirale uns selbst gegenüber ist in vollem Gang und wir fühlen uns mit jedem negativen Gedanken noch schlechter. Genau jetzt kommt der Kollege oder der Partner vorbei und will etwas von uns. Und jetzt?

Vielleicht gehören Sie auch zu denen, die Ihre eigenen Fehler erst einmal bei jemand anderem suchen? Das funktioniert für eine Weile recht gut. Der Weg mündet langfristig in einer Sackgasse – denn ändern werden wir nicht die anderen sondern wahrscheinlicher uns selbst. Eigenverantwortung übernehmen lautet die Lösung, auch wenn das mühsam ist. Und jetzt?

Kommunikationstraining ist Persönlichkeitstraining

Konstruktive Kommunikation setzt voraus, dass wir mit uns selbst in Kontakt sind und wahrnehmen können, wenn wir Stress empfinden oder unzufrieden mit etwas sind.

In meinen Kommunikationstrainings geht es vordergründig darum, Eigenverantwortung zu übernehmen und das Selbst-Bewusst-Sein für uns selbst und unsere Umgebung zu stärken.

Sie lernen, wertschätzend, klar, stilsicher und entspannt in Ihrer individuellen Art aufzutreten. Dabei geht es nicht darum, das Gegenüber in Watte zu packen sondern vielmehr darum, eigene Bedürfnisse deutlich zu erkennen und sie zu formulieren.

Hape Kerkeling sagte in seiner Rolle der holländischen Liebesexpertin Evje van Dampen einmal: „Liebe ist Arbeit, Arbeit, Arbeit“. (Anschauen lohnt sich!)

Genauso verhält es sich mit der Kommunikation. Wer nicht in der Lage ist, eigene Bedürfnisse wahr zu nehmen und diese zu artikulieren kann nicht erwarten, dass andere sie antizipieren. Weder in einer Partnerschaft, in der Familie, im Freundeskreis oder im Berufsleben.

Voraussetzung Nummer eins ist folglich, sich selbst zu verstehen. Dabei unterstützt das Reiss Profile, das Aufschluss darüber gibt, wie wir unterwegs sind oder anders gesagt, was uns langfristig glücklich macht.

Bei aller Arbeit bleibt übrigens genug Platz für Spaß. Wie im Sport oder Yoga folgt nach der Anspannung die Entspannung und Kommunikation soll schließlich Freude machen. Als soziale Wesen brauchen wir sie. Je klarer wir uns auszudrücken vermögen, desto einfacher wird es. Probieren Sie es!

Vom Atmen und Denken, von Yoga und Coaching

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Coaching und Yoga, wie soll das denn zusammen passen, fragen Sie sich vielleicht? Coaching, das macht man doch in Firmen und Yoga, das machen Frauen in mehr oder weniger schicken Yogastudios. Soweit das Klischee.

Heutzutage müssen Sie sich schon ziemlich anstrengen, um nichts über Coaching oder Yoga zu hören, zu lesen oder zu sehen. Coaching ist angekommen in der Mitte der Gesellschaft. In Firmen wird es erfolgreich zur Unterstützung von Führungskräften und Managern eingesetzt, zum Beispiel zur persönlichen Weiterentwicklung oder im Rahmen von Change Management Prozessen. Inzwischen ist es nicht mehr peinlich, sich von einem Coach Hilfe zu holen wenn Situationen eintreten, mit denen man sich in diesem Moment überfordert fühlt.

Was genau macht denn ein Coach? Und warum sucht jemand einen Coach auf?

Die Schmerzthemen im Coaching sind häufig so etwas wie Unzufriedenheit mit einer IST-Situation, aus der es vermeintlich keinen Ausweg gibt, Unsicherheit im Umgang mit anderen oder in einer Situation, das Gefühl der Überforderung, ein schwaches Selbstbewusstsein, Angst, Verwirrung oder auch ein beginnendes Burn-Out. Wenn jemand denn so ehrlich ist, sich das einzugestehen. Weiterlesen

Schön und schwer: Gute Vorsätze in die Tat umsetzen

Gute Vorsätze gibt es gerade zu Beginn eines neuen Jahres wie Sand am Meer. Doch Hand aufs Herz: ähneln sich die vom letzten Jahr nicht allzu häufig verdächtig denen vom Jahr zuvor? Ich will mehr Sport treiben, abnehmen, aufhören zu rauchen, reich werden, den Mann/die Frau fürs Leben finden… die Liste wird jedes Jahr länger und wir frustrierter.

Gute Vorsätze, schwere Umsetzung?

Wie kommt es, dass wir es einfach nicht hinbekommen, die guten Vorsätze in die Tat umzusetzen? Warum fällt es uns so schwer, uns von den ungeliebten Angewohnheiten zu trennen? Warum ändern wir uns nicht obwohl wir sehr wohl begreifen, dass Rauchen extrem gesundheitsgefährdend ist oder der Mann/die Frau fürs Leben mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nicht so einfach an unsere Tür klopfen wird?

Ehrlich währt am längsten

Die Antwort auf die Frage lautet: weil wir nicht ehrlich zu uns sind oder uns offenbar nicht besonders gut kennen. Gute Vorsätze sind wie Ziele: sie sollten realistisch sein. Und zu uns passen.

Vielleicht sind Sie einfach nicht der sportliche Typ und in dem Fall wird es Sie ganz sicher nicht reizen, jeden Tag eine Stunde früher aufzustehen, um fröhlich ein paar Runden im Park umher zu joggen. Eher noch käme vermutlich eine Mitgliedschaft im Fitness-Studio in Frage, immerhin zahlen Sie dann monatlich einen Beitrag. Das motiviert. Jedoch: wie lange? Weiterlesen

Alles anders. Auf einen Schlag. Und jetzt?

Natürlich weiß ich, dass alles anders werden kann, auf einen Schlag. Wissen wir ja alle. Doch wenn es dann soweit ist, wie gehen wir dann damit um?

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich über den Schlaganfall meines Vaters schreiben will. Es betrifft mich indirekt und hat doch meine Welt durch einander gerüttelt und sie gleichzeitig gerade gerückt. Plötzlich war glasklar, was wichtig ist im Leben. Da sein, zuhören, auch wenn die Sprache verschwunden ist. Und staunen über das Wunder Leben, das bei aller Grausamkeit gleichzeitig neue Möglichkeiten hervorbringt.

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„Aufschieberitis“ – vom Aufschieben, Anfangen und Atmen

Anfangen, Weiterentwickeln, Meditation, Yoga, Entspannung
Everything begins with the first step

 

Ja, ich gebe es zu. Ich gehöre auch zu denen, die mit dem Anfangen hadern. Es hapert nicht an schillernden Ideen, sogar deren detaillierte Ausführungen finden in meinem Kopf Platz. Ich sehe mich zum Beispiel am Schreibtisch in die Tasten hauend, wie eine Maschine einen Text nach dem anderen spielend verfassend und ihn stolz veröffentlichen.

Und dann? Ja dann. Dies noch und das noch erledigen und dann ist der Tag, schwuppdiwupp, vorbei. Das Wesentliche ist auf der Strecke geblieben und ich bin frustriert. Kennst Du das?

Warum fällt es uns so schwer, mit etwas anzufangen? Was hindert uns?

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Der Italiener, der einfach nur freundlich begrüßte

Sommer, Sonne, Missverständnis

Neulich beim Italiener. Meine Freundin und ich machen Mittagspause und marschieren zielstrebig zu unserem Italiener an der Ecke. Die Sonne scheint, es ist warm und folglich sind wir an diesem Junitag nicht die einzigen CO2-Hungrigen, die es ins Freie zieht. Die zahlreichen Tische auf der großzügigenTerrasse sind bis auf wenige Ausnahmen voll besetzt. Schnell erspähen wir unseren Lieblingsplatz und nehmen unsere Plätze an dem noch nicht abgeräumten Tisch ein.

Wenig später erscheint der italienische Chefe und begrüßt uns lächelnd mit einem „Bongiorno, belle Signorinas!“ Meine Freundin schaut ihn an und erwidert mit einem kessen Lächeln: „Und dann wollten Sie noch sagen, dass Sie diese Gäste ganz besonders lieben, die sich direkt an noch unaufgeräumte Tische setzen, nicht wahr?“ Unser Chefe blickt ihr in die Augen, überlegt einen Moment bis er versteht, was sie gesagt hat und lächelt wieder. In seinem italienisch gefärbten Deutsch antwortet er: „Signorina, ich habe Sie nur mit „Bongiorno, belle Signorinas“ begrüßt, das andere habe ich nie gesagt“,  und entschwindet beladen mit Geschirr und Brotschale in Richtung Küche.

Vom Hören und Verstehen 

Wie kommt es, dass sich in unserem Kopf im Verlauf von Gesprächen unmittelbar Geschichten zusammenbrauen?  Warum fahren wir unseren eigenen Film im Kopf, beinah unabhängig davon, was unser Gegenüber äußert?

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Im Hier und Jetzt

Einfach mal den Moment leben. Einfach? 

Heute nach der Yogastunde kam eine junge Frau auf mich zu. Sie schaute mich an und erklärte, wie viel ihr ein Satz bedeutet hat, den ich gesagt hatte. Sie hatte vor ein paar Tagen etwas erlebt, das sie mir erzählen wollte.

„Was bereits war ist vergangen, was morgen kommt, wissen wir nicht, fokussieren wir unsere Gedanken auf das Hier und Jetzt“. 

 

Das Leben im Hier und Jetzt hört sich erst einmal einfach an. Klar, wir leben im Hier und Jetzt, wo auch sonst. Aber jetzt einmal Hand aufs Herz: was machen Deine Gedanken gerade? Konzentrierst Du Dich gerade wirklich voll auf das Lesen dieses Textes? Oder liegt neben Dir Dein Handy, auf das Du, klar, ab und zu einen Blick wirfst? Könnte ja sein, dass gerade jetzt jemand schreibt. Stop. Das ist nicht Hier und Jetzt. Das ist Zukunft. Vielleicht hast Du den Satz gelesen und augenblicklich hast Du Dich an eine Situation erinnert, in der Dir das Sein im Hier und Jetzt gelungen oder auch nicht gelungen ist. Was ist das? Richtig, das ist Vergangenheit.

Das Karussell der Gedanken

Unser Geist lockt uns ständig dazu, mit Gedankenkonstrukte zu spinnen. Unsere Gedanken kreisen meistens um die Zukunft oder um die Vergangenheit. Selten um das Hier und Jetzt.

Manche Erlebnisse können wir nicht so schnell los lassen. Ein unangenehmes Zusammentreffen mit einem Kollegen etwa, ein Satz, der gesessen hat. Und Du warst so perplex, dass Du noch nicht einmal schlagfertig darauf reagieren konntest. Und jetzt kreisen die Gedanken immer noch, Du ärgerst Dich und zermarterst Dir den Kopf: Hätte ich doch bloss etwas gesagt! Warum habe lasse ich mir das gefallen von diesem Fiesling? Wieso war ich schon wieder nicht schlagfertig genug? Was bildet der/die sich eigentlich ein? Und so weiter. Das ist normal. Die Kunst besteht nun darin, sich des Spiels bewusst zu werden. Weiterlesen